Labubu sorgt seit einigen Jahren für einen regelrechten Hype. Was zunächst wie eine kleine Kunstfigur aussah, entwickelte sich zu einem globalen Sammlertrend mit Millionenumsätzen. Doch wer hat Labubu erfunden, welches Unternehmen steckt dahinter, und warum sorgt dieses Spielzeug weltweit für Schlagzeilen?
Das wichtigste in Kürze
- Labubu ist eine von Künstler Kasing Lung entworfene Figur.
- Produziert wird sie vom chinesischen Unternehmen Pop Mart, gegründet von Wang Ning.
- Bekannt wurde Labubu durch das Konzept der Blind Boxes, bei denen Käufer:innen Überraschungsfiguren ziehen.
- Die Nachfrage stieg durch Social Media, Stars und Medienberichte weltweit rasant an.
- Europa und insbesondere Deutschland rücken zunehmend in den Fokus des Unternehmens.
Ursprung und Geschichte von Labubu
Labubu hat seinen Ursprung in der Arbeit des in Hongkong geborenen Künstlers Kasing Lung, der mit seiner Kinderbuchreihe „The Monsters“ erste Bekanntheit erlangte. Die Figur mit dem markanten Grinsen, den spitzen Zähnen und dem zotteligen Fell entwickelte sich aus dieser künstlerischen Welt zu einem eigenen Charakter. Schon früh zog Labubu die Aufmerksamkeit von Sammler:innen an – zunächst in Asien, später auch in Europa.
Der Hersteller hinter Labubu: Pop Mart
Hinter dem kommerziellen Erfolg steht das Unternehmen Pop Mart, gegründet von Wang Ning in China. Der Spielzeughersteller baute innerhalb weniger Jahre ein Milliarden-Geschäft auf, indem er Sammelfiguren zu einem globalen Trend machte. Das Erfolgsmodell: kleine Figuren in Blind Boxes, bei denen Käufer:innen nicht wissen, welche Edition sie erhalten.
Pop Mart positionierte sich geschickt im Lifestyle- und Entertainment-Bereich. Mit eigenen Stores in Metropolen wie Peking, London und Berlin, einer starken Community und limitierten Editionen gelang der Sprung von einer Nische zum Massenmarkt.
Der Erfinder: Kasing Lung und seine Vision
Während Pop Mart das Geschäft betreibt, ist Kasing Lung der kreative Kopf hinter Labubu. Seine Kunst zeichnet sich durch eine Mischung aus verspielter Fantasie und düsterem Charme aus. Figuren wie Labubu verbinden plüschmonsterartige Züge mit feinen künstlerischen Details.
Das Grinsen, die auffälligen Zähne und die liebevoll gestalteten Farben machen jede Edition unverwechselbar. Für viele Fans ist Labubu deshalb nicht nur ein Spielzeug, sondern ein Kunstobjekt, das in der Sammlung einen festen Platz einnimmt.
Der Aufstieg zum globalen Trend
Die Geschichte von Labubu ist auch eine Geschichte der modernen Medien. Auf Plattformen wie TikTok und Instagram verbreiteten sich Fotos und Videos der Figuren rasant. Bald trugen Stars wie Kim Kardashian, Rihanna, Dua Lipa oder Mitglieder der K-Pop Gruppe Blackpink zum Hype bei.
Medienberichte von Agenturen wie der dpa oder internationalen Outlets machten Labubu auch in Europa bekannt. Das Spielzeug entwickelte sich zum Symbol für einen neuen Lifestyle, bei dem Fans nicht nur Figuren kaufen, sondern Teil einer Community werden.
Märkte, Preise und Nachfrage
Die Preisspanne reicht von günstigeren Figuren in Blindboxen bis zu exklusiven Sondereditionen, die auf dem Zweitmarkt mehrere Hundert Euro kosten können. Mit steigender Nachfrage erlebte Pop Mart ein beeindruckendes Umsatzwachstum.
Neben den Standardfiguren gibt es Plüschfiguren, Accessoires und limitierte Editionen, die vor allem in Metropolen wie London oder Berlin heiß begehrt sind. Inzwischen berichten Medien von Schlangen vor Stores, sobald neue Figuren erscheinen.
Gleichzeitig gibt es Diskussionen, ob die Blindboxen Elemente von Glücksspiel enthalten – ein Risiko für das Image des Unternehmens, aber auch Teil des Reizes für viele Käufer.
Europa im Fokus: Labubu in Deutschland
Labubu ist längst nicht mehr nur ein asiatisches Phänomen. In Deutschland eröffnete Pop Mart eigene Filialen, und die Resonanz ist groß. Die Community wächst rasant, Sammlergruppen organisieren sich online und offline.
Berichte in den Nachrichten machen das Thema auch einem breiteren Publikum bekannt. Inzwischen haben die Figuren den Sprung in den Mainstream geschafft: vom Nischenhobby zum festen Bestandteil der Popkultur.
Chancen und Herausforderungen für das Unternehmen
Der Hype um Labubu hat gezeigt, welches Potenzial in Sammlerfiguren steckt. Doch die Frage bleibt: Kann der Trend langfristig bestehen? Für Pop Mart ist es entscheidend, die Nachfrage aufrechtzuerhalten und gleichzeitig neue Serien und Produkte zu entwickeln.
Ein weiteres Risiko liegt in den hohen Preisen und der Spekulation auf dem Zweitmarkt. Nur wenn das Unternehmen die Balance zwischen Fans und Geschäft wahrt, kann der Erfolg langfristig gesichert werden.
Ein Blick in die Zukunft
Die nächsten Jahre dürften spannend werden. Pop Mart plant, sein Geschäft in den US-Markt und weitere Länder auszudehnen. Neue Produkte wie Plüschmonster, Accessoires und digitale Formate könnten zusätzliche Käuferschichten ansprechen.
Für Kasing Lung bleibt Labubu ein Kunstprojekt, das immer wieder neue Ausdrucksformen findet. Für das Unternehmen ist es ein wichtiger Motor für den weltweiten Umsatz.
Labubu als globales Business-Phänomen
Labubu ist mehr als eine Figur. Das Projekt vereint Kunst, Lifestyle und cleveres Marketing zu einem der spannendsten Trends der letzten Jahre. Der Erfolg zeigt, wie sich aus einer Idee ein weltumspannendes Unternehmen entwickeln kann – und wie stark die Verbindung zwischen Community und Marke sein kann.
Labubu bleibt damit ein Paradebeispiel für Gründer:innen und Unternehmer:innen: Aus einer kreativen Idee kann, mit dem richtigen Partner und einer klaren Vision, ein weltweites Phänomen entstehen.
Bildquellen
- Labubu – Hersteller, Erfinder und weltweites Phänomen: https://labubumundi.com/de/collections/labubu-blind-boxes
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