Der Vivenso Wasserstaubsauger ist kein klassisches Haushaltsgerät, das man schnell im Elektromarkt kauft und nach zwei Jahren ersetzt. Hinter dem Produkt steht ein technischer Ansatz, der bewusst anders gedacht ist: Wasser statt Beutel, ein Separator mit hoher Drehzahl statt mehrstufiger Trockenfilter und ein Gerät, das Saugen, Luftreinigung und Nassreinigung in einem System verbindet. Entwickelt und gefertigt wird der Vivenso von Pro-Aqua in Deutschland mit Produktionsstandort in Suhl und Unternehmenssitz in Ansbach.
Gerhard Meier, Mitgründer und Geschäftsführer der Pro-Aqua GmbH, begleitet diese Entwicklung seit den Anfängen. Sein Blick auf das Produkt ist geprägt von Technik, Fertigungstiefe und der Frage, wie sich Reinigung, Luftqualität und Energieverbrauch sinnvoll zusammenbringen lassen. Themen wie Allergikerfreundlichkeit, der Verzicht auf Verbrauchsmaterialien und die Entscheidung für eine Produktion in Deutschland spielen dabei eine zentrale Rolle nicht als Marketingbotschaften, sondern als konstruktive Grundannahmen bei der Produktentwicklung.
Im Gespräch mit Gründertalk geht es um die Hintergründe des Vivenso-Systems, um unternehmerische Entscheidungen jenseits des Massenmarkts und um die Frage, welche Verantwortung Hersteller heute für Qualität, Langlebigkeit und Transparenz tragen.
Unsere Fragen an Gerhard Meier
Gründertalk: Der Vivenso setzt konsequent auf Wasserfilter und Separator-Technologie. Was war der Auslöser, sich bewusst gegen klassische Beutel- und Trockenfiltersysteme zu entscheiden?
Der Auslöser war im Grunde eine ganz einfache Alltagserfahrung, die fast jeder kennt. Bei herkömmlichen Staubsaugern mit Beutel, Motorfilter und Hepafilter setzt sich der Hausstaub nach und nach fest. Der Beutel füllt sich, die Filter verstopfen und die Saugleistung lässt deutlich nach. Irgendwann wird der Schmutz nicht mehr aufgenommen, egal wie stark der Motor eigentlich wäre.
Dazu kommt, was sich im Staubsaugerbeutel alles sammelt. Feiner Mineralstaub, Hautschuppen, tote Fliegen und Mücken, Essensreste. In einem trockenen Beutel beginnt das mit der Zeit zu schimmeln und zu verwesen. Genau daher kommt der typische unangenehme Geruch beim Staubsaugen. Diese Mischung aus Bakterien und Viren wird beim Saugen teilweise wieder in die Raumluft abgegeben und eingeatmet.
Beim Vivenso Wasserstaubsauger wurde deshalb bewusst ein anderer Weg gewählt. Statt Trockenfiltern arbeitet das System mit Wasserfilter und Separator. Der Schmutz und Staub wird direkt im Wasser gebunden. Es gibt keinen Beutel, der sich zusetzt, und keine Filter, die nach kurzer Zeit dicht sind. Die Saugleistung bleibt konstant, auch wenn schon viel Schmutz aufgenommen wurde.
Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Luftqualität. Nasser Staub fliegt nicht mehr. Feinstaub, Pollen und Schmutzpartikel werden im Wasser gebunden und nicht wieder in den Raum geblasen. Während gesaugt wird, wird die Raumluft gewaschen. Gerüche entstehen dabei nicht, weil sich nichts zersetzt.
Kurz gesagt: Die Entscheidung gegen Beutel und Trockenfilter entstand aus dem Wunsch nach gleichbleibender Leistung, besserer Hygiene und spürbar sauberer Luft. Genau das leistet die Kombination aus Wasserfilter und Separator im Alltag.
Gründertalk: In Ihren Unterlagen wird häufig auf das Problem herkömmlicher Wasserstaubsauger mit Luftblasen und Feinstaub hingewiesen. Wie groß war dieser Punkt tatsächlich bei der Entwicklung des Vivenso?
Dieser Punkt war bei der Entwicklung tatsächlich sehr wichtig. Viele herkömmliche Wasserstaubsauger arbeiten ohne Separator. Der Staub wird beim Einsaugen nur mit Wasser benetzt oder unten in den Wassertank geleitet. Dabei entstehen Luftblasen, die nach oben steigen. Genau dort wird wieder Feinstaub freigesetzt, der anschließend über Motor oder Abluft-Hepa Filter aufgefangen werden soll.
Das Problem dabei ist klar: Feinstaub verlässt das Wasser erneut und gelangt wieder in den Luftstrom. Deshalb sind diese Systeme stark auf zusätzliche Filter angewiesen und verlieren mit der Zeit an Effektivität. Mit einem echten Wasserfiltersystem hat das nur bedingt zu tun.
Gründertalk: Der Separator dreht sich mit bis zu 30000 Umdrehungen pro Minute. Welche technischen Herausforderungen bringt eine solche Konstruktion im Alltagseinsatz mit sich?
Eine Separator Drehzahl von bis zu 30000 Umdrehungen pro Minute stellt im Alltag tatsächlich hohe Anforderungen an die Technik. Die größte Herausforderung ist dabei die perfekte Balance. Schon kleinste Unwuchten würden sich sofort bemerkbar machen, durch Vibrationen, höheren Verschleiß oder einen deutlich lauteren Betrieb.
Beim Vivenso Wasserstaubsauger war deshalb die exakte Abstimmung von Motor und Separator entscheidend. Der Motor muss extrem präzise gewuchtet sein, damit diese hohe Drehzahl ruhig und gleichmäßig läuft. Das ist uns gemeinsam mit dem Motorenhersteller sehr gut gelungen.
Das Ergebnis ist im Alltag deutlich spürbar. Trotz der hohen Leistung bleibt der Geräuschpegel angenehm niedrig. Genau deshalb gehört der Vivenso heute zu den leisesten Wasserstaubsaugern mit Separator Technik auf dem Mark
Gründertalk: Vivenso vereint Saugen, Luftreinigung und Nassreinigung in einem Gerät. Wie vermeiden Sie, dass ein Multifunktionssystem am Ende Kompromisse bei der Leistung eingeht?
Der wichtigste Punkt ist das Filtersystem – Wasser. Beim Vivenso entstehen keine Kompromisse, weil die Leistung nicht von trockenen Filtern abhängt. Der Wasserfilter und der Verzicht auf Trockenfilter machen den Unterschied.
Ein Leistungsverlust kann hier nicht entstehen. Wasser hat keine Poren, die sich zusetzen könnten. Staub, Schmutz und Feinstaub werden direkt im Wasser gebunden. Die Saugleistung bleibt konstant, egal ob gesaugt, die Luft gereinigt oder nass gereinigt wird.
Wasser ist zudem der beste und gleichzeitig günstigste Filter. Genau deshalb kann der Vivenso mehrere Funktionen in einem Gerät vereinen, ohne Abstriche bei der Leistung zu machen.
Gründertalk: Ein zentrales Argument ist der Verzicht auf Beutel und Filter und damit auf Folgekosten. Wie reagieren Kundinnen und Kunden auf dieses Konzept in der Praxis?
Die Reaktion der Kunden ist in der Praxis immer sehr positiv. Viele sind anfangs überrascht, merken aber schnell, wie viel Geld sie sich langfristig sparen. Beim Vivenso fallen keine Beutel, keine Motorfilter und keine Hepa Filter an. Genau diese Folgekosten kennt jeder von klassischen Staubsaugern.
Die Erstinvestition liegt auf dem Niveau eines qualitativ hochwertigen Staubsaugers. Der große Unterschied zeigt sich aber im Alltag. Durch den Wegfall der Trockenfilter refinanziert sich der Vivenso für viele Kunden überraschend schnell. Es gibt nichts, was regelmäßig nachgekauft werden muss.
Die laufenden Kosten beschränken sich im Grunde auf etwa drei Liter Leitungswasser pro Anwendung. Diese Kosten sind praktisch zu vernachlässigen. Genau dieses einfache und ehrliche Konzept sorgt dafür, dass Kunden nicht nur zufrieden sind, sondern sich im Nachhinein fragen, warum sie so lange Beutel und Filter gekauft haben.
Gründertalk: Der Vivenso wird häufig im Zusammenhang mit Allergikern, Milben und Raumluftqualität genannt. Wie gehen Sie intern mit der Verantwortung um, solche sensiblen Themen sachlich und korrekt zu kommunizieren?
Dieses Thema nehmen wir sehr ernst. Intern ist klar geregelt, dass der Vivenso kein medizinisches Produkt ist und auch nicht als solches kommuniziert wird. Das ist uns wichtig, gerade bei sensiblen Themen wie Allergien oder Raumluft.
Was wir sachlich erklären, ist die Wirkung der Technik. Durch die Tiefenreinigung und das Wasserfiltersystem werden Hausstaub, Pollen und andere feine Partikel zuverlässig gebunden. Allergiker merken das sehr schnell, weil weniger Staub in der Luft bleibt. Diese Erfahrung kommt aus der Praxis, nicht aus medizinischen Versprechen.
In Schulungen und in der Ausbildung wird deshalb großer Wert darauf gelegt, genau so zu kommunizieren. Ehrlich, verständlich und ohne Übertreibungen. Kunden sollen wissen, was das Gerät leisten kann und was nicht. Genau diese klare und verantwortungsvolle Erklärung schafft Vertrauen.
Gründertalk: Wenn Sie auf die Entwicklung von Pro-Aqua und Vivenso zurückblicken: Welche Entscheidung war aus heutiger Sicht unternehmerisch am schwierigsten und welche am wichtigsten?
Rückblickend war die schwierigste Entscheidung ganz klar der Start selbst. Die Gründung von Pro-Aqua und die Entwicklung des Vivenso waren mit sehr hohen Investitionen verbunden. Technik, Produktion und Qualität auf dieses Niveau zu bringen, war ein großes unternehmerisches Risiko.
Die wichtigste Entscheidung aus heutiger Sicht war, den Vivenso offen im Online Shop anzubieten. Wir kommunizieren den Verkaufspreis transparent und ehrlich. Das war ein bewusster Schritt gegen vergleichbar klassische Vertriebsmodelle.
Damit haben wir vielen Hausfrauen und Müttern die Möglichkeit gegeben, über unser Affiliate-System Geld zu verdienen, ohne die Familie oder den Alltag zu vernachlässigen. Genau diese Kombination aus Offenheit, Fairness und neuen Chancen macht diese Entscheidung heute so wertvoll.
Vielen Dank an Gerhard Meier für die Einblicke und an Gründertalk für das Gespräch.
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