Mehr als Haltung: Wie okiyas die Beckenbodentherapie neu denkt | Gründertalk mit okiyas

Lange Zeit wurde kaum darüber gesprochen, dabei spielt der Beckenboden eine zentrale Rolle für das körperliche Wohlbefinden – nicht nur nach einer Geburt oder im Alter, sondern in jeder Lebensphase. Schmerzen, Inkontinenz oder Spannungsgefühle bleiben oft unerwähnt – aus Scham, Unwissen oder Unsicherheit. Doch genau hier setzt okiyas an und bricht mit veralteten Vorstellungen.

Das Münchner Unternehmen verbindet Körperwissen mit digitalen Möglichkeiten, um Beckenbodentherapie zugänglicher zu machen – individuell, alltagsnah und ohne Berührungsängste. Im Gespräch mit gruendertalk erzählt okiyas, wie moderne Therapieansätze funktionieren, warum es mehr braucht als reine Physiotherapie – und wie wichtig Aufklärung ist.

Wer nach einer fundierten Beckenbodentherapie in München sucht, findet bei okiyas nicht nur Übungen, sondern ein ganzheitliches Konzept für Körper und Kopf.

„Wir wollten das Thema endlich sichtbar machen“

gruendertalk.com:
Wie ist okiyas eigentlich entstanden? Gab es einen bestimmten Moment, der den Anstoß gegeben hat?

okiyas:
Ja, den gab es tatsächlich. In Gesprächen mit Freundinnen, Patientinnen und auch Therapeutinnen ist uns immer wieder aufgefallen, wie wenig über den Beckenboden gesprochen wird – obwohl so viele Menschen betroffen sind. Gleichzeitig haben wir gesehen, wie viel Unsicherheit herrscht: Was ist normal? Was ist behandlungsbedürftig? Und wo findet man überhaupt Unterstützung?

Aus dieser Mischung aus persönlichem Interesse und einer spürbaren Lücke im Gesundheitssystem entstand okiyas. Unser Ziel war von Anfang an klar: Wir wollten das Thema aus der Tabuzone holen – mit Wissen, Zugänglichkeit und einem positiven Umgang.

gruendertalk.com:
Was war dabei die größte Herausforderung?

okiyas:
Ganz klar: das Schweigen. Viele Menschen wissen nicht, dass ihre Beschwerden mit dem Beckenboden zusammenhängen können – oder sie trauen sich nicht, darüber zu sprechen. Deshalb war es uns wichtig, nicht nur Informationen bereitzustellen, sondern auch eine Sprache zu finden, die niemanden ausschließt oder verunsichert. Offenheit, Einfachheit und Empathie waren von Anfang an Teil unseres Konzepts.

„Beckenbodentherapie ist mehr als Rückbildung“

gruendertalk.com:
Was versteht okiyas unter moderner Beckenbodentherapie? Und worin unterscheidet sie sich von klassischen Ansätzen?

okiyas:
Viele verbinden Beckenbodentherapie immer noch ausschließlich mit Rückbildung nach der Geburt. Aber der Beckenboden betrifft uns alle – unabhängig von Alter oder Lebensphase. Unsere Herangehensweise geht deshalb deutlich weiter: Wir betrachten nicht nur Muskeln, sondern auch Haltung, Atmung, Stressverarbeitung und Alltagsverhalten.

Bei okiyas fließen körpertherapeutische Übungen, edukative Inhalte und achtsame Selbstbeobachtung zusammen. Es geht nicht um Leistung oder Kontrolle, sondern um ein besseres Gespür für den eigenen Körper. Das fängt im Kleinen an – beim Sitzen, Atmen, Bewegen – und kann weitreichende Effekte auf Wohlbefinden, Energie und Selbstvertrauen haben.

gruendertalk.com:
Was bedeutet das konkret für Menschen, die zu euch kommen?

okiyas:
Wir bieten mehr als nur ein Trainingsprogramm. Wer sich für unsere Beckenbodentherapie in München entscheidet, bekommt eine ganzheitliche Begleitung: individuell anpassbar, mit verständlichem Wissen, digitalen Tools und persönlicher Unterstützung. Unser Ziel ist es, dass jede Person versteht, wie der eigene Körper funktioniert – und wie man ihn im Alltag besser unterstützen kann.

„Tabus aufbrechen: Warum Scham im Weg steht“

gruendertalk.com:
Warum ist das Thema Beckenboden in der Öffentlichkeit immer noch so schambesetzt?

okiyas:
Weil es um intime Bereiche geht, über die viele nicht offen sprechen – selbst nicht im medizinischen Kontext. Beschwerden wie Inkontinenz, Schmerzen beim Sitzen oder eine schwache Körpermitte werden oft verdrängt oder bagatellisiert. Gleichzeitig fehlt vielen das richtige Vokabular, um überhaupt über diese Themen zu sprechen.

In unserer Arbeit merken wir: Sobald man eine Sprache findet, entsteht Raum für Austausch. Deshalb legen wir bei okiyas großen Wert auf eine klare, freundliche und nicht-medikalisierende Kommunikation. Keine peinlichen Fragen, kein Druck – dafür echtes Interesse und viel Verständnis.

gruendertalk.com:
Wie reagiert euer Umfeld auf diese offene Herangehensweise?

okiyas:
Überraschend positiv. Viele Menschen sind erleichtert, dass endlich jemand offen über etwas spricht, das sie lange beschäftigt hat. Ob in unseren Workshops, im Onlinekurs oder im direkten Gespräch: Es entsteht ein Gefühl von Gemeinschaft und Normalität. Und genau das ist es, was die Therapie oft erst möglich macht – den ersten Schritt zu gehen, ohne sich dafür zu schämen.

„Die Methode okiyas: Digital, körpernah, individuell“

gruendertalk.com:
Was macht euren Ansatz so besonders? Wie verbindet okiyas analoge Körpertherapie mit digitalen Möglichkeiten?

okiyas:
Uns war von Anfang an klar: Nur wer Zugang schafft, kann nachhaltig helfen. Viele Betroffene wissen nicht, wohin sie sich wenden sollen – oder haben schlicht keinen freien Therapieplatz. Deshalb kombinieren wir körperbasierte Inhalte mit einer digitalen Infrastruktur, die flexibel und niedrigschwellig ist.

Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer können jederzeit auf Videos, Anleitungen und Hintergrundwissen zugreifen. Gleichzeitig gibt es aber auch Live-Angebote, persönliche Begleitung und offene Fragerunden. Es geht um eine Balance: selbstständig lernen – aber nicht allein gelassen werden.

gruendertalk.com:
Wie stellt ihr sicher, dass die Therapie trotzdem individuell bleibt?

okiyas:
Wir arbeiten mit einem modularen System, das sich an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer anpasst. Kein starrer Ablauf, sondern eine Auswahl an Übungen und Themen, die auf die jeweilige Lebenslage zugeschnitten sind – sei es nach einer Geburt, bei Schmerzen im Beckenbereich oder zur Prävention im Berufsalltag.

Zusätzlich haben wir eine digitale Sprechstunde eingeführt, in der persönliche Anliegen besprochen werden können. Viele nutzen das, um Unsicherheiten zu klären oder ihre Fortschritte einzuordnen. Genau diese Mischung aus Flexibilität und persönlicher Ansprache macht für uns moderne Beckenbodentherapie aus.

„Was okiyas als Nächstes plant“

gruendertalk.com:
Was dürfen wir in nächster Zeit von okiyas erwarten? Gibt es neue Angebote oder spannende Projekte?

okiyas:
Auf jeden Fall. Wir arbeiten derzeit an einer erweiterten Kursreihe, die noch stärker auf unterschiedliche Lebensphasen eingeht – zum Beispiel den Übergang in die Wechseljahre oder die Zeit nach Operationen im Beckenbereich. Auch das Thema Beckenboden bei Männern rückt stärker in den Fokus, weil hier nach wie vor großer Aufklärungsbedarf besteht.

Zudem entwickeln wir gerade eine App, die unseren ganzheitlichen Ansatz noch besser abbilden kann: mit Übungen, Erinnerungsfunktionen, Tagebuchoptionen und Zugang zur Community. Die Idee ist, dass jede Person ihre eigene Therapie begleiten und dokumentieren kann – ohne starres Korsett, aber mit Struktur und Unterstützung.

gruendertalk.com:
Und langfristig – was ist eure Vision?

okiyas:
Wir möchten, dass Beckenbodentherapie selbstverständlich wird. Genauso wie Rückenschule oder Zahnpflege. Dafür braucht es Aufklärung, Sichtbarkeit und Angebote, die sich wirklich an den Menschen orientieren – nicht an starren Standards. Wenn wir dazu beitragen können, das Thema dauerhaft aus der Tabuzone zu holen, haben wir schon viel erreicht.

„Was jede Person über den Beckenboden wissen sollte“

gruendertalk.com:
Zum Schluss: Gibt es etwas, das jede Person über den eigenen Beckenboden wissen sollte?

okiyas:
Ja – dass er da ist, dass er wichtig ist und dass man ihn spüren lernen kann. Der Beckenboden ist kein „Problemfall“, sondern ein kraftvoller Teil des Körpers, der im Alltag oft übergangen wird. Wer beginnt, ihn wahrzunehmen, verändert meist weit mehr als nur einzelne Beschwerden.

Es geht um Haltung – im körperlichen wie im übertragenen Sinn. Und um die Erkenntnis, dass Therapie nicht nur reparieren, sondern stärken und begleiten darf.

Quelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-im-blaugrunen-tragershirt-und-in-den-schwarzen-leggings-die-blauen-plastikbecher-halten-6303490/




Lass uns sprechen!


Du bist Gründer, Unternternehmer oder hast ein Startup? Dann lass und gerne über deine Vision sprechen und mit unseren Lesern teilen!


Add a comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

gruendertalk.com
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.