Dein Überlebensplan: warum Selbstfürsorge gerade in der Startup-Phase zählt

Wenn du ein Startup gründest, hörst du oft Geschichten von durchgearbeiteten Nächten, Fast Food am Schreibtisch und einem unerschütterlichen Drive, der niemals nachlässt. Der Gründer-Mythos besagt, dass du einfach immer „an“ sein musst, um es zu schaffen.

Die Wahrheit sieht aber meistens anders aus:

Die Startup-Phase ist unglaublich aufregend, keine Frage. Aber sie ist auch ein Marathonlauf, der in einem Sprint beginnt  und das zehrt an deinen Kräften. Es ist eine Zeit, in der du täglich hunderte Entscheidungen triffst und in der deine To-do-Liste einfach niemals fertig wird.

Genau hier passiert es leicht, dass die eigene Person völlig in den Hintergrund tritt. Schlaf wird zur unnötigen Verzögerung, Essen zur schnellen Notlösung und Freunde oder Hobbys zu Dingen, für die „später“ mal Zeit ist.

Doch Achtung: Selbstfürsorge ist in dieser Phase kein Luxus, den du dir erst gönnst, wenn das Startup erfolgreich ist. Im Gegenteil, sie ist eine absolute Notwendigkeit. Sie ist das Fundament, auf dem dein langfristiger Erfolg steht, weil nur ein ausgeruhter und klarer Kopf gute Entscheidungen treffen kann.

Dein Startup braucht dich in Topform. Lass uns deshalb beleuchten, warum die Sorge um dich selbst die beste Investition in dein Unternehmen ist.

Der Preis der Hingabe: Wenn die Gesundheit leidet

Du startest mit einer unglaublichen Energie. Die Vision deines Startups hält dich wach und motiviert. Aber nach einigen Monaten oder vielleicht schon früher beginnt der hohe Einsatz, seinen Tribut zu fordern.

Dein Körper sendet oft unmissverständliche Signale, die viele Gründer jedoch ignorieren oder als „normalen Stress“ abtun:

  • Körperliche Erschöpfung: Du fühlst dich ständig müde, auch nach sieben Stunden Schlaf.
  • Mentale Nebelwand: Die Konzentration lässt nach, und einfache Entscheidungen fallen schwer.
  • Reizbarkeit: Deine Geduld schrumpft, was sich negativ auf dein Team oder deine Partner auswirkt.

Diese Symptome sind ernst zu nehmen. Der kontinuierliche Hochstress, auch chronischer Stress genannt, wirkt sich direkt auf deine körperliche Gesundheit aus. Er erhöht das Risiko für Bluthochdruck und kann langfristig dein Herz-Kreislauf-System belasten.

Viele Gründer neigen dazu, solche Warnsignale zu verdrängen. Das ist gefährlich. Wenn du beispielsweise in Aschaffenburg wohnst und über anhaltende Symptome wie Herzrasen oder Schwindel klagst, solltest du diese keinesfalls ignorieren. Es ist essentiell, dass du dir die Zeit nimmst, dich von einem professionellen Kardiologen in Aschaffenburg oder einem Arzt deines Vertrauens untersuchen zu lassen.

Selbstfürsorge bedeutet auch, die eigenen Grenzen zu kennen und zu akzeptieren, dass du nicht unbesiegbar bist. Indem du auf deinen Körper hörst, verhinderst du einen Burnout, der dich und damit auch dein Unternehmen komplett ausbremsen würde. Prävention ist hier der Schlüssel.

Selbstfürsorge als Produktivitäts-Booster

Der größte Irrtum in der Startup-Welt ist, dass Produktivität nur durch mehr Arbeit entsteht. Die Wahrheit ist: Stell dir dein Gehirn wie einen Muskel vor. Wenn du ihn ständig bis zur Erschöpfung trainierst, reißt er  und die Leistung fällt rapide ab.

Kleine, bewusste Auszeiten sind daher kein Zeitfresser, sondern der Turbo für deine Effizienz.

Mit einem klaren Kopf triffst du nicht nur schneller, sondern vor allem bessere Entscheidungen. Wenn du übermüdet oder gestresst bist, neigst du zu Kurzschlussreaktionen und riskierst teure Fehler. Das kann sich dein junges Unternehmen nicht leisten.

Sieh es wie im Profisport: Kein Athlet würde nur trainieren. Regeneration ist ein ebenso wichtiger Teil des Trainingsplans wie das Training selbst. Nur wenn du dich erholst, kann dein Gehirn das Gelernte verarbeiten und deine Energie-Akkus wieder aufladen. Indem du bewusst Pausen einlegst, investierst du direkt in die Qualität deiner Arbeit. Du wechselst vom reinen Abarbeiten zum strategischen Denken  und genau das bringt dich voran.

Konkrete Tipps für den Gründer-Alltag

Es ist leicht, über Selbstfürsorge zu reden, aber im Chaos der Startup-Phase ist die Umsetzung die eigentliche Herausforderung. Du brauchst keine stundenlangen Wellness-Retreats, sondern realistische Routinen, die du in deinen vollen Terminkalender integrieren kannst.

Hier sind ein paar einfache, aber effektive Ansätze:

  • Der Mini-Digital-Detox: Lege fest, wann dein Arbeitstag wirklich endet. Schalte die Benachrichtigungen am Handy ab einer bestimmten Uhrzeit stumm. Wichtig: Das Schlafzimmer ist eine arbeitsfreie Zone!
  • Die 20-Minuten-Regel: Baue täglich 20 Minuten Bewegung ein. Das muss kein Fitnessstudio sein. Ein zügiger Spaziergang an der frischen Luft wirkt oft Wunder für den Kopf und löst Verspannungen.
  • Fokus auf den Schlaf: Dein Schlaf ist nicht verhandelbar. Versuche, relativ konstante Schlafenszeiten beizubehalten, selbst am Wochenende. Dein Gehirn nutzt den Schlaf, um das Chaos des Tages zu ordnen.
  • Die Macht des Essens: Greife nicht nur zur Schokoriegel-Notlösung. Achte darauf, dass du mittags etwas Nährstoffreiches isst. Gutes Essen ist Treibstoff für dein Gehirn.
  • Nein sagen lernen: Das Wichtigste ist, Grenzen zu ziehen. Nicht jede Meeting-Anfrage oder E-Mail muss sofort beantwortet werden. Schütze deine Zeit und deine Konzentration.

Diese kleinen Anker im Alltag helfen dir, den Überblick zu behalten und verhindern, dass du in den reinen Reaktionsmodus fällst. Sie kosten wenig Zeit, bringen aber maximale Erholung.

Fazit: deine beste Investition ist deine Gesundheit

Du hast es in der Hand. Die Entscheidung, dich um dich selbst zu kümmern, ist keine Schwäche oder eine Ablenkung von deiner Arbeit  es ist die strategisch klügste Entscheidung, die du für dein Startup treffen kannst.

Denke daran: Dein Unternehmen wird nur so weit wachsen, wie du selbst es tragen kannst. Ein Burnout bringt jedes noch so vielversprechende Projekt zum Stillstand. Selbstfürsorge sorgt dagegen dafür, dass du über Jahre hinweg leistungsfähig bleibst, klar denken kannst und mit Freude an deiner Vision arbeitest.

Sei ein Vorbild, nicht nur für dein Produkt oder deine Dienstleistung, sondern auch dafür, wie man ein Unternehmen führt, ohne dabei die eigene Gesundheit zu opfern. Sieh jede Pause und jede gesunde Routine als langfristige Investition in deinen Erfolg und in die Stabilität deines Startups.

Dein Überlebensplan ist simpel: Kümmere dich um dich.

Quelle: Foto von ArtAxis




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