Wer ein Unternehmen gründet, denkt zuerst an das Produkt, an Kundinnen und Kunden und an die Finanzierung. Mit den ersten eigenen Flächen kommen jedoch Fragen hinzu, die in kaum einem Businessplan stehen: Wer hält Eingangsbereiche und Sanitäranlagen sauber? Wer kümmert sich um kleinere Reparaturen, um Grünflächen und um winterliche Wege? Spätestens wenn das Team wächst, wird aus vermeintlichen Nebensächlichkeiten eine echte Organisationsaufgabe. Denn gepflegte Flächen sind nicht nur eine Frage des ersten Eindrucks gegenüber Kundinnen und Bewerbern, sondern auch des reibungslosen Arbeitsalltags. Dass Infrastruktur dabei mehr ist als Sauberkeit, zeigt der Blick auf sicherheitstechnische Details etwa die Frage, warum die Schließanlage vom ersten Tag an zählt. Im Gespräch mit Gründertalk ordnet Luca Fäßer von der Tommel Gebäudebetreuung GmbH ein, welche Bedeutung infrastrukturelle Dienstleistungen für den laufenden Betrieb haben und worauf du bei der Auswahl externer Partner achten solltest.
Warum Infrastruktur früh mitgedacht werden sollte
Gründertalk: Viele Gründer konzentrieren sich zunächst auf Produkt und Vertrieb. Welche Aufgaben rund um Gebäude und Außenanlagen werden dabei Ihrer Einschätzung nach am häufigsten unterschätzt?
Luca Fäßer: Vor allem die regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben: die laufende Reinigung von Büros, Sanitärbereichen und Verkehrsflächen, kleinere technische Arbeiten im Gebäude oder die Pflege der Außenanlagen. Diese Dinge fallen meist erst dann auf, wenn sie nicht funktionieren. Ein Beispiel ist die Unterhaltsreinigung für moderne Bürogebäude: Hier geht es nicht um einzelne große Aktionen, sondern um eine verlässliche Routine, die den Arbeitsalltag im Hintergrund trägt. Genau solche Routinen übernehmen Dienstleister wie die Tommel Gebäudebetreuung GmbH, damit sich Unternehmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.
Gründertalk: Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich mit diesen Themen zu beschäftigen?
Luca Fäßer: Am besten, bevor der erste Engpass entsteht. Wer neue Flächen bezieht oder das Team deutlich vergrößert, sollte frühzeitig klären, welche wiederkehrenden Aufgaben im und am Gebäude anfallen und wer dafür zuständig ist. Dazu gehört auch ein ehrlicher Blick auf die Jahreszeiten: Ein Winterdienst lässt sich nicht erst organisieren, wenn der erste Schnee liegt. Auch die Frage, ob diese Aufgaben intern gelöst oder an einen externen Dienstleister vergeben werden, gehört frühzeitig auf die Checkliste. Je früher Zuständigkeiten geklärt sind, desto weniger Improvisation ist später nötig.
Vom Büro bis zur Außenanlage: Was gehört dazu?
Gründertalk: Welche Leistungen deckt ein infrastruktureller Dienstleistungsbetrieb wie die Tommel Gebäudebetreuung GmbH konkret ab?
Luca Fäßer: Das Spektrum der Tommel Gebäudebetreuung GmbH reicht von den klassischen Reinigungsarbeiten über den Hausmeisterservice bis hin zu saisonalen Aufgaben wie dem Winterdienst. Hinzu kommen die Pflege von Grünanlagen und das Erstellen von Außenanlagen, die Reinigung von Photovoltaikanlagen, Entrümpelungen sowie die Lieferung von Hygieneartikeln für Küche, Sozialräume und Sanitärbereiche. Aus redaktioneller Sicht können Unternehmen diese Leistungen aus einer Hand beziehen, statt für jede Aufgabe einen eigenen Anbieter koordinieren zu müssen.
Gründertalk: Warum lohnt es sich, Innen- und Außenbereich gemeinsam zu betrachten?
Luca Fäßer: Weil beide Bereiche zusammen den Zustand und den Werterhalt einer Immobilie prägen. Das Umfeld eines Gebäudes ist das Erste, was Besucherinnen, Besucher und Geschäftspartner wahrnehmen – gepflegte Wege, ordentliche Grünflächen, saubere Eingänge. Umgekehrt kann ein vernachlässigter Außenbereich den Eindruck eines ansonsten gepflegten Büros schnell trüben. Wer Außenanlagen und Grünpflege genauso plant wie die Reinigung der Innenräume, vermeidet Reibungsverluste an den Übergängen und hält den Gesamteindruck dauerhaft auf einem guten Niveau.
Breites Angebot und regionale Organisation
Gründertalk: Die Tommel Gebäudebetreuung GmbH verbindet ein breites Leistungsangebot mit einem klaren regionalen Bezug. Wie passt das zusammen?
Luca Fäßer: Die Tommel Gebäudebetreuung GmbH ist regional verankert und mit ihren Teams im Einsatz. Über 300 Mitarbeitende kümmern sich täglich um die Anliegen der Kundinnen und Kunden. Eine solche Mannschaftsstärke über viele Gewerke hinweg erfordert klare Abläufe und eine verlässliche Einsatzplanung. Die regionale Verankerung beschreibt den Einsatzschwerpunkt rund um Eggenstein, St. Leon-Rot, Baden-Baden und Umgebung.
Gründertalk: Was bedeutet dieser regionale Fokus für Unternehmen in der Umgebung?
Luca Fäßer: Räumliche Nähe erleichtert die Abstimmung und schafft Vertrautheit mit den örtlichen Gegebenheiten. Gerade bei wetterabhängigen Aufgaben wie dem Winterdienst oder der laufenden Grünanlagenpflege ist Nähe eine wichtige Voraussetzung, um verlässlich planen zu können. Bei der Auswahl sollte daher geprüft werden, ob der Dienstleister zum Standort und seinen spezifischen Anforderungen passt.
Worauf Gründer bei externen Dienstleistern achten sollten
Gründertalk: Angenommen, ein Gründer sucht erstmals einen externen Partner für Gebäude und Außenanlagen. Welche Kriterien sollte er anlegen?
Luca Fäßer: Zunächst sollten Gründer den eigenen Bedarf sauber erfassen: Welche Flächen gibt es, welche Aufgaben fallen regelmäßig an, welche nur saisonal? Auf dieser Grundlage lohnt sich der Blick auf den Leistungsumfang eines Anbieters deckt er alle benötigten Bereiche ab, oder müssten mehrere Firmen koordiniert werden? Ebenso wichtig sind klare Zuständigkeiten mit benannten Ansprechpartnern, festgelegte Kommunikationswege und die Frage, ob das Einsatzgebiet des Dienstleisters zum eigenen Standort passt. Eine transparente Abstimmung darüber, welche Leistungen in welchem Intervall erbracht werden, schafft auf beiden Seiten Planungssicherheit. Nicht zuletzt sollten saisonale Aufgaben wie der Winterdienst von Anfang an in der Vereinbarung berücksichtigt werden, statt sie erst im Ernstfall zu regeln.
Gründertalk: Und wie behält man im laufenden Betrieb die Übersicht über eine solche Zusammenarbeit?
Luca Fäßer: Sinnvoll ist, die vereinbarten Leistungen, Intervalle und Kontaktwege von Beginn an schriftlich festzuhalten und sie in regelmäßigen Abständen gemeinsam zu prüfen. Wer mehrere Einzelgewerke beauftragt, sollte die Schnittstellen genau abgrenzen, damit keine Aufgabe zwischen zwei Zuständigkeiten fällt. Ein Dienstleister mit breitem Spektrum kann diese Koordination vereinfachen, weil die Abstimmung dann über wenige, klar definierte Wege läuft. Gerade in der Wachstumsphase, wenn sich Flächen, Teams und Nutzung schnell verändern, zahlt sich diese regelmäßige Überprüfung aus.
Für Gründer lohnt sich der frühe Blick auf die eigene Infrastruktur: Wer Gebäude, Außenanlagen und wiederkehrende Pflegeaufgaben als festen Teil der Unternehmensorganisation begreift und nicht als lästige Nebensache, vermeidet späteren Improvisationsstress. Die im Gespräch genannten Kriterien, von Leistungsumfang und Zuständigkeiten bis zur regionalen Passung, lassen sich auf jeden externen Dienstleister anwenden unabhängig davon, für welchen Partner du dich am Ende entscheidest. So wird aus der Gebäudeorganisation kein Bremsklotz, sondern ein verlässlicher, fast unsichtbarer Teil des betrieblichen Alltags.
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