Der Tod eines nahen Menschen trifft Angehörige meist unvorbereitet und stellt sie in einer Ausnahmesituation vor eine Fülle von Entscheidungen. Welche Formalitäten sind zu erledigen? Wie wird eine Trauerfeier organisiert? Und wer kümmert sich um all das, wenn die eigene Kraft kaum für den Abschied reicht? Bestatter begleiten Familien genau in diesen schweren Stunden. Doch wie sieht der Alltag hinter diesem besonderen Beruf aus, was macht gute Trauerbegleitung aus und was bedeutet es unternehmerisch, ein Institut zu führen, das rund um die Uhr erreichbar sein muss?
Die Flammersberger Bestattungshilfe mit Herz GmbH gehört zu den Adressen in der Region, die Familien in genau dieser Situation unterstützen. An vier Standorten in Würzburg, Giebelstadt, Ochsenfurt und Höchberg ist Flammersberger Bestattungen für Angehörige erreichbar, im Todesfall rund um die Uhr. Das Unternehmen deckt alle klassischen Leistungen eines Bestattungsinstituts ab. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch, nicht das Budget persönliche Beratung und individuelle Wünsche zählen mehr als die Größe des Geldbeutels. Wie sich dieser Anspruch im Arbeitsalltag umsetzen lässt, darüber hat Gründertalk mit Christian Waluga, der Geschäftsführung der Flammersberger Bestattungshilfe mit Herz GmbH, gesprochen.
Gründertalk: Herr Waluga, viele stellen sich den Beruf des Bestatters als ruhige, fast zeremonielle Tätigkeit vor. Wie sieht Ihr Alltag wirklich aus?
Christian Waluga: Der Alltag ist vor allem eins: unplanbar. Ein Todesfall meldet sich nicht an. Deshalb sind wir 24 Stunden am Tag erreichbar – auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Wenn ein Anruf hereinkommt, beginnt sofort die Organisation: die Überführung des Verstorbenen, das erste Gespräch mit den Angehörigen, die Abstimmung mit Ärzten, Behörden und Friedhofsverwaltungen. Dahinter steht ein eingespieltes Team aus engagierten Fachkräften, die Tag und Nacht erreichbar sind von Betreuung und Beratung bis zu Überführungen und Friedhofsdienst. Zur Mannschaft gehört mit Karin Dürr auch eine Bestatterin und Trauerrednerin, die Trauerfeiern persönlich gestaltet. Der zeremonielle Teil ist nur die sichtbare Spitze unserer Arbeit. Der größte Teil ist verlässliche Organisation im Hintergrund, damit die Familie entlastet wird.
Gründertalk: Wie behält man bei dieser Unplanbarkeit den Überblick?
Christian Waluga: Mit klaren Abläufen, Erfahrung und einem Team, auf das man sich verlassen kann. Jeder bei uns weiß, was im Ernstfall zu tun ist und wer welche Aufgabe übernimmt. Diese Verlässlichkeit nach innen überträgt sich auch nach außen: Für die Angehörigen soll es sich anfühlen, als würde ihnen eine Last abgenommen nicht so, als müssten sie in ihrer Trauer noch ein weiteres Projekt managen. Dazu gehört auch, dass wir jeden Schritt verständlich erklären, damit die Familie jederzeit weiß, was als Nächstes passiert.
Gründertalk: Was ist aus Ihrer Sicht das Wichtigste im Umgang mit trauernden Familien?
Christian Waluga: Zuhören. Kein Abschied gleicht dem anderen, weil kein Mensch dem anderen gleicht. Manche Familien wünschen eine klassische Trauerfeier mit vielen Gästen, andere einen ganz kleinen, persönlichen Rahmen. Unsere Aufgabe ist es, die Wünsche des Verstorbenen und der Angehörigen herauszufinden und sie würdevoll umzusetzen.
Wir zelebrieren den letzten Wunsch eines Menschen und stehen den Angehörigen von Anfang an in dieser schwierigen Zeit zur Seite. Dabei zählt nicht, wie groß das Budget ist wichtig ist allein, dass sich die Familie verstanden fühlt und den Abschied so gestalten kann, wie er zu ihr passt. Selbst das “sich persönlich Verabschieden” kann bei uns ganz individuell geregelt werden. Hierfür steht den Angehörigen unsere eigene Trauer- und Verabschiedungshalle rund um die Uhr und an 365 Tagen zur Verfügung.
Gründertalk: Und was, wenn Familien selbst noch nicht wissen, was sie wollen? Welche konkreten Schritte können Sie dann übernehmen?
Christian Waluga: Das ist völlig normal und kommt häufig vor. Dann zeigen wir Möglichkeiten auf, ohne etwas aufzudrängen. Durch unsere Erfahrung können wir eine Fülle an Optionen anbieten so unterschiedlich die Menschen sind, so individuell sind auch ihre Wünsche bei Bestattung und Beisetzung. Manchmal hilft schon ein ruhiges Gespräch, in dem sich die Familie in Ruhe orientieren kann. Auf Wunsch übernehmen wir dann den kompletten organisatorischen Rahmen. Dazu gehören insbesondere die Erledigung aller Formalitäten und Behördengänge, die Überführung und würdevolle Versorgung des Verstorbenen, die Organisation von Trauerfeier und Beisetzung, die individuelle Gestaltung des Abschieds sowie die persönliche Ansprechbarkeit während des gesamten Prozesses. Diese Entlastung ist es, die Angehörigen nach unserer Erfahrung am meisten guttut: Sie können sich auf den Abschied und ihre Trauer konzentrieren, während die Abläufe im Hintergrund verlässlich geregelt werden.
Gründertalk: Sie sind an vier Standorten in der Region präsent. Welchen Unterschied macht diese lokale Nähe?
Christian Waluga: Einen großen. Trauer kennt keine Öffnungszeiten und keine langen Wege. Mit unseren Standorten in Würzburg, Giebelstadt, Ochsenfurt und Höchberg sind wir für die Menschen in der Region schnell erreichbar persönlich vor Ort, nicht nur am Telefon. Gerade in der ersten Zeit nach einem Verlust ist es vielen Familien wichtig, ein vertrautes Gegenüber zu haben: jemanden aus der Nähe, der die örtlichen Gegebenheiten kennt, die Friedhöfe, die Pfarrämter, die Abläufe bei den Behörden. Diese Verwurzelung hilft uns, kurze Wege zu gehen und schnell zu reagieren. Wer zu uns kommt, spricht nicht mit einer anonymen Hotline, sondern mit Menschen, die hier leben und arbeiten. Für Angehörige bedeutet das: Der Weg zum nächsten Standort ist kurz, und ein persönliches Beratungsgespräch lässt sich unkompliziert vereinbaren auch kurzfristig, wenn die Situation es erfordert.
Gründertalk: Viele unserer Leser haben zum Glück noch nie einen Bestatter gebraucht. Was raten Sie Angehörigen für die ersten Schritte nach einem Todesfall?
Christian Waluga: Zuerst gilt es, Ruhe zu bewahren und ärztliche Hilfe zu holen, damit der Tod ärztlich festgestellt wird das ist der formale erste Schritt. Danach darf sich niemand scheuen, früh einen Bestatter zu kontaktieren. Viele glauben, sie müssten erst alles selbst vorbereiten. Das Gegenteil ist der Fall: Je früher wir eingebunden sind, desto mehr können wir abnehmen. Hilfreich ist, wenn wichtige Unterlagen griffbereit sind, etwa der Personalausweis des Verstorbenen und, falls vorhanden, Vorsorgedokumente oder ein Bestattungsvorsorgevertrag. Und ganz wichtig: Niemand muss unter Zeitdruck Entscheidungen treffen, die er noch nicht überdacht hat. Abgesehen von wenigen fristgebundenen Formalitäten gibt es bei der Gestaltung des Abschieds fast immer Raum für Bedenkzeit. Ein guter Bestatter weist darauf hin, statt zu drängen.
Gründertalk: Gibt es etwas, das Angehörige aus Ihrer Erfahrung häufig unterschätzen?
Christian Waluga: Ja: sich selbst. Viele funktionieren in den ersten Tagen nur noch und vergessen, dass Trauer Kraft kostet. Genau dafür sind wir da damit die Familie nicht alles allein tragen muss. Niemand muss in dieser Situation stark für die Organisation sein; das übernehmen wir.
Gründertalk: Herr Waluga, vielen Dank für diese Einblicke. Das Gespräch zeigt eindrucksvoll, wie viel unternehmerische Substanz in einem Beruf steckt, der öffentlich kaum sichtbar ist. Für Gründer und Unternehmer ist das ein bemerkenswertes Beispiel dafür, dass Dienstleistungsqualität am Ende immer Vertrauen bedeutet.
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